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›Making Black White‹

15 Sep 2016

Invited Talk
11 October 2016, Universität zu Köln

»Making Black White«. Sugar Consumption and Racial Unity in Australia
Vortrag als Preisträgerin zur Verleihung des Dissertation Prize 2016 der Association for Australian Studies im Rahmen der Konferenz »Nature and Environment«, Universität zu Köln, Oktober 2016.



Europe and Down Under. Bridging Gaps and Fostering Connections

04 Jun 2016

Vortrag
Konferenz an der Adam Mickiewicz University, Poznán, Polen
1 & 2 Juli 2016

Konferenz Website



Jetzt in der Buchhandlung!

23 Jan 2016

Simianization. Apes, Class, Gender, and Race                                 Ray 6

hrsg. von Wulf D. Hund, Charles W. Mills, Silvia Sebastiani.
(Racism Analysis Yearbook 6). Berlin [et al.]: Lit 2015.
€24,90 ISBN: 978-3-643-90716-5


... inklusive Stefanie Affeldt: Exterminating the Brute. Sexism and Racism in ›King Kong‹, S. 139-170



›Weißer Zucker‹ in Münster

05 Nov 2015

Vortrag
11. November 2015, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Weißer Zucker. Die Produktion und Konsumtion von Weißsein in Australien



Die ›Intervention‹ und ihre Folgen

05 May 2015


Konferenz
09./10. Oktober 2015, Universität Bonn

Kurz vor der Bundeswahl 2007 erließ die australische Bundesregierung unter John Howard die „Northern Territory National Emergency Response” (NTER, umgangssprachlich „The Intervention”) als Reaktion auf einen Bericht der Landesregierung des Northern Territory über den sexuellen Missbrauch und die vermeintliche Vernachlässigung von indigenen Kindern. Die Notstandsgesetze berechtigten die australische Regierung zu drastischen Eingriffen in die Selbstbestimmung der indigenen Communities; Maßnahmen umfassten u.a. den verstärkten Einsatz von Polizeikräften und Militär in den betroffenen Communities, die Aussetzung des Racial Discrimination Act von 1975, die Auflösung des Rechts auf Bestimmung über den Zugang von Nicht-Community-Mitgliedern zu Gebieten, die im Rahmen des Aboriginal Land Rights (Northern Territory) Act 1976 an indigene Communities gegeben wurden, die Abschaffung der Berücksichtigung von indigenem Gewohnheitsrecht („customary law“) und die Zweckbindung von Sozialleistungen, das Verbot von Alkohol und die Blockierung von Internetseiten mit pornographischem Inhalt auf öffentlichen Computern sowie die verpflichtende medizinische Untersuchung aller Kinder in den betroffenen Gebieten.
   Die „Intervention“ und die ihr nachfolgenden politischen Maßnahmen führten zu hitzigen Kontroversen und spalten die australische Nation bis auf den heutigen Tag; sie hat die Beziehungen zwischen indigener und nicht-indigener Bevölkerung, aber auch zwischen urbanen Aborigines und abgelegenen indigenen Communities belastet, sie hat das Trauma der Vergangenheit wiederbelebt und den Prozess der Aussöhnung nachhaltig beschädigt. Anthropologen, Juristen, Politologen, Historiker und Soziologen diskutieren die „Intervention“ und ihre Folgen; zugleich wird sie Thema in darstellender Kunst, Film und Literatur. Die Tagung setzt sich zum Ziel, den Ursprüngen und Folgen der „Intervention“ aus der Sicht verschiedener Disziplinen nachzugehen.

Konferenz Website


›NT Intervention revived trauma of the past, damaged reconciliation, German academics say‹
ABC News, 29. Mai 2015


»Who are the Aborigines?«. The Western Image of Indigenous Australians
mein Abstract (engl.)




»Gender Theory from the Global South«

23. Oktober 2014


Vortrag von Prof. Dr. Raewyn Connell

28. November 2014 an der Leuphana Universität, Lüneburg, Hörsaal 3


mehr Information auf der Uni Website




Tommy Walker @ the Völkerkundemuseum Zürich

8. Oktober 2014


Vortrag am Völkerkundemuseum der Universität Zürich

Donnerstag, 20. Nov 2014, 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr

Im Jahre 1901 verstarb Ngarrindjeri Poltpalingada Booboorowie, der von der Siedlergesellschaft Adelaides (Südaustralien) Tommy Walker genannt wurde. Der stadtbekannte Aborigine wurde zwar in einer offiziellen Zeremonie auf dem Friedhof der Stadt beigesetzt; tatsächlich blieb sein Grab jedoch (fast) leer und wurde zum Beleg der zeitgenössischen wissenschaftlichen Leichenschändung. Walkers Knochen wurden vom lokalen Anatomieinspektor, Arzt und Gerichtsmediziner William Ramsay Smith an William Turner, einen renommierten Anatomieprofessor in Edinburgh, übersandt. Trotz eines umfangreichen Gerichtsprozesses, der die Unrechtmässigkeit des Vorgehens bestätigte und in dessen Verlauf Forderungen nach der Repatriierung der Knochen Tommy Walkers laut wurden, dauerte es fast ein Jahrhundert, bis seine Überreste auf dem Boden seiner Vorfahren beigesetzt werden konnten.




Consuming Whiteness
Australian Racism and the ›White Sugar‹ Campaign


2. Oktober 2014


... jetzt erhältlich beim Buchhändler um die Ecke ...

   Inhaltsverzeichnis (engl.)         CW cover


Am Ende des neunzehnten Jahrhunderts gab es einen regelrechten Drang nach ›Weißsein‹. Die Föderation der australischen Kolonien in das Commonwealth of Australia war der Endpunkt eines mehr als einhundert Jahre dauernden Prozesses der Legitimation britischer Landnahme und mehr als einer Dekade der Beschwörung einer ›weißen‹ Gesellschaft. In diesem Zusammenhang wurde der aus Europa importierte Rassismus spezifiziert und durch die angebliche ›gelbe Gefahr‹, die aus der geographischen Position des australischen Kontinents resultierte, noch verstärkt. Die nachfolgende ›Politik des weißen Australiens‹ wurde bislang nur in Bezug auf ihre politisch-ideologische Perspektive diskutiert. Dabei blieb das zentrale Problem der rassistischen Vergesellschaftung unberücksichtigt, d. h. die alltägliche Produktion und Reproduktion von ›Rasse‹ als ein soziales Verhältnis (›doing race‹), welches von breiten Teilen der Öffentlichkeit unterstützt wurde.

   In ihrer breitangelegten Studie untersucht Stefanie Affeldt den Zusammenhang von australischem Rassismus und der Kampagne für ›weißen Zucker‹. Letztere wurde nur dadurch ermöglicht, daß sie in eine allumfassende ›Kultur des weißen Australiens‹ eingebettet war, die sowohl in ›traditioneller‹ als auch in der Alltagskultur Ausdruck fand. Literatur, Musik, Theater, Museen und die Wissenschaft Australiens trugen zur Verbreitung rassistische Stereotype und der Stabilisierung der ›weißen‹ Identität bei. Die Konsumption von Zucker wurde, buchstäblich, zur Konsumption von ›Weißsein‹: die Farbe der Kristalle verschmolz mit der Hautfarbe, die seinen Produzenten zugeschrieben wurde, zur Trope des doppelt ›weißen‹ Zuckers. Sein Verzehr war zur gleichen Zeit persönliche Bestätigung der Zugehörigkeit der Konsumenten zur ›weißen‹ Rasse und ein Gelöbnis an die ›weiße‹ Nation; sein käuflicher Erwerb war ein Beitrag zur ›rassischen‹ Homogenisierung des Landes, und sollte insgesamt der Erhaltung der ›weißen‹ Suprematie dienen.

   Flyer Consuming Whiteness

   mehr Informationen

   Verlagsankündigung




GdFF Arbeitstagung 2014

19. August 2014


am 24.-26. Oktober 2014 in der Universität Hamburg im Fachbereich Sozialökonomie (Von-Melle-Park 6)
für Studierende und Lehrende von einst und jetzt


für weitere Infos siehe Flyer

Der Tagungsband ist hier abrufbar.